Was sind Besonderheiten bei Kooperationsprozessen?

Kooperationen und Projektnetzwerke zeichnen sich durch eine zeitlich befristete Form der Zusammenarbeit aus. Die zeitliche Befristung bezieht sich dabei sowohl auf die interorganisationalen Beziehungen, auf die Zahl der Beteiligten, das Kooperationsziel als auch auf die Form der Zusammenarbeit.

Diese Temporalisierung erfordert bei der Planung derartiger Kooperationsvorhaben eine Denkweise die die Auflösung bzw. Transformation einbezieht. Dies ist ein zentraler Unterschied zur Planung klassischer Organisationen mit dem Ziel von langjähriger Existenz und Wachstum.

Horizontale Kooperationen beschreiben die Zusammenarbeit von Unternehmen der gleichen Fabrikations- oder Handelsstufe. Ziel dabei ist typischerweise die Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Marktdominanz. Zentrale Herausforderung dabei ist die Gleichzeitigkeit von Kooperation und Konkurrenz.

Vertikale Kooperationen beschreiben die Zusammenarbeit von Unternehmen nacheinander gelagerter Fabrikations- oder Handelsstufen. Zielsetzungen derartiger Kooperationen sind meist Optimierungen im Fertigungsprozess oder im Bereich Qualitätssicherung. Neue Formen der Kunden- und Serviceorientierung werden dadurch möglich. Derartige Kooperationen sind oftmals von einer inhaltlich getriebenen Konkurrenz geprägt. Auszuhandeln ist, welche Technologie den größeren Beitrag leisten soll und wie eine optimale Abstimmung zwischen den Technologien erfolgen kann.